Wir schreiben das Jahr 2025

Okay, wohl doch erst in 10 Jahren. Aber da es heute in der Diabetes Blog Woche um die Zukunft des Diabetes geht, genauer gesagt das Jahr 2025, mag ich mal meine kleine Prognose abgeben. Aber erst mal ein kleiner Blick zurück. 🙂 Meine Hausärztin sagte vor ein paar Jahren mal zu mir, dass in 10 Jahren in der Medizin eine Menge passieren kann. Und da muss ich ihr recht geben.

Wenn ich zurück denke…

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Das war das CGM (Medtronic), was ich 2010 von meinem Diabetologen für ein paar Tage zum Testen bekommen habe. Super verklebt, damit auch ja nichts abfällt. 😀

…dann muss ich an das erste Mal denken, als ich ein CGM getragen habe. Das war vor etwa 5 Jahren. Der Sender war bei dem Modell noch mit dem Empfänger verkabelt, alles war gefühlt riesig und umständlich. Ich habe natürlich alles fleißig eingetragen, konnte aber erst nach Ablauf und Auslesen des Sensors den Verlauf meiner Werte sehen.

Etwa drei Jahre danach habe ich während der Erprobungsphase meiner Insulinpumpe von meinem Diabetologen erneut ein CGM erhalten. Diesmal war alles kleiner, der Sender konnte kabellos mit dem Empfänger kommunizieren und man sah direkt den Verlauf der Blutzucker-Werte auf dem Empfänger. Und selbst bis heute hat sich das System weiter entwickelt. Es gibt Pumpen, die mit einem CGM kommunizieren können und direkt als Empfangseinheit dienen. Selbst auf Smartphones kann man sich mittlerweile den Verlauf der Werte gut anzeigen lassen.

Und dann gibt es da noch die Entwicklung, die die Insuline, Pens/Nadeln und Insulinpumpen durchgemacht haben. Die Wirkprofile der Insuline wurden ständig optimiert. Die Nadeln der Pens und Pumpen wurden immer dünner und kürzer. Die Insulinpumpen wurden im Laufe der Zeit immer kleiner, leichter und dabei mächtiger in der Technik. Auch in der Diabetes-Therapie wurde so einiges verändert, verbessert, optimiert.

Wenn ich so an die Zukunft denke…

diabetes-blog-woche…dann wünsche ich mir, dass es so weiter geht in der Forschung und Entwicklung. Immer neue innovative Ideen.  Vielleicht gibt es in 10 Jahren ein gut funktionierendes geschlossenes System, eine künstliche Bauchspeicheldrüse, die unsere streikende Bauchspeicheldrüse ersetzt.

Ich bin mir sicher, dass sich in Sachen CGM etwas tun wird. Und vielleicht haben bis 2025 irgendwann mal alle Diabetiker die Möglichkeit ohne großen Aufwand und langes Warten bei der Krankenkasse ein solches CGM nutzen zu können.

Vielleicht entwickeln sich noch mehr solcher Systeme, wie das FreeStyle Libre.

Vielleicht hat bis dahin irgendjemand eine Möglichkeit der Heilung gefunden.

Ganz egal, wie es sich entwickelt, ein wenig Angst habe ich vor der Zukunft schon. Verständlich, oder? Und ich bin mir ziemlich sicher, dass mir etwas fehlen würde, wenn ich plötzlich nicht mehr den Job meiner Bauchspeicheldrüse übernehmen müsste. Dennoch bin ich gespannt auf die Dinge, die da kommen werden.

Ach ja, bevor ich es vergesse, wünsche ich mir natürlich, dass bis 2025 die Aufklärung in Sachen Diabetes soweit vorangeschritten ist, dass kein Kind mehr wegen einer falschen Diagnose bzw. aus Unwissenheit sterben muss.

 

Wie gehts euch damit? Was würdet ihr euch wünschen für die Zukunft des Diabetes? Wovor habt ihr Angst?

Lasst es mich wissen!
♥ Mel

Es lebe die Technik, doch was bringt die Zukunft?!


dbw
Im Zuge der Diabetes Blogwoche 2014 wurde die Frage gestellt, wie unsere Traumpumpe, unser Traummessgerät oder unser Traumpen aussehen könnte. Ganz realistisch betrachtet. Und was bringt die Zukunft mit sich? Was wird in 5 oder 10 Jahren der Stand der Dinge sein?

Um ehrlich zu sein, ich habe mir über mein Traumequipment noch nicht so große Gedanken gemacht. Bisher hat, mit kleinen Abstrichen, auch immer alles ganz gut funktioniert. Doch je mehr ich mich mit dem Thema auseinandersetze, desto mehr fällt mir auf, dass irgendetwas fehlt. Aktuell sammle ich Daten, also nicht ich selbst, aber mein Messgerät und meine Pumpe, die beiden, sie sammeln fleißig jeder für sich ihre Daten.

Tja, da ist schon mal ein Problem. Ich muss beide nacheinander auslesen, um an die Gesamtheit der Daten zu kommen. Gut, das ist machbar, leider nicht wirklich praktisch mit einem Mac. Hier funktioniert meine Software zum Auslesen der Daten eigentlich nicht und so muss ich mit einem Trick arbeiten. Also, Daten sammeln ist das eine, an die Daten ranzukommen eine ganz andere Sache.

Und wenn ich grade so drüber nachdenke, was mir eigentlich fehlt, dann fällt mir ein, dass ich mir schon oft gewünscht habe, dass meine Pumpe bzw. mein Messgerät Bolus und Korrektur getrennt voneinander speichert. Immerhin kann es ja beim Bolusvorschlag die Werte auch getrennt von einander anzeigen. Egal. Wenn ich die Muse dazu habe, dann trage ich alles auch schon mal in meine mysugr App auf dem Smartphone ein. Im Kommentar schreibe ich dann meist, wie viel von den gespritzten Einheiten denn Korrektur sind. Ich habe es einfach gerne etwas aufgeräumter.

Nun aber mal zu meinem Traumequipment…

Die Pumpe könnte für mich kleiner sein, man trägt ja schon so einiges mit sich. Wasserfest darf die kleine natürlich auch sein, auch wenn ich die letzte Zeit nicht wirklich oft im Wasser war. 🙂 Die aktuellen Features meiner Pumpe sollten auf keinen Fall fehlen, so muss meine Traumpumpe eine Standard-Abgabe, eine verzögerte Abgabe und einen Mulitwave beherrschen. Ein Bolusrechner und die Eingabe verschiedener Basalratenprofile muss ebenfalls dabei sein.

Generell sollte alles nicht auf mehrere Geräte verteilt sein. Mein Smartphone reicht mir vollkommen, denn ich habe es sowieso ständig bei mir. Mit dem Smartphone könnte ich dann problemlos messen (oder scannen 😉 ) – entweder ist schon ein Messgerät integriert oder es wird ein Messgerät an das Smartphone angeschlossen. Hauptsache die ermittelten Daten kommen direkt in mein Smartphone mit passender App. Und eine Kommunikation mit der Pumpe über mein Smartphone wäre sowieso ganz super. So hätte ich auch gleich alle Daten zentral an einer Stelle verwaltet.

Der Blick in die Zukunft

Wenn ich mir aktuelle Technologien, wie das Flash Glucose Monitoring System von Abbott anschaue, dann bin ich mir sicher, dass in Zukunft vielleicht das in den Finger pieken auf ein Minimum reduziert werden könnte. 🙂 Ich bin immer noch begeistert von dem Flash und werde euch so schnell es mir möglich ist, einen Bericht dazu bringen. Ebenfalls interessant finde ich die Möglichkeit, die Google aktuell mit ihrer intelligenten Kontaktlinse bereitstellen will. Auch hier kein in den Finger pieken mehr, um den Blutzucker zu messen. Und vielleicht gibt es die Kontaktlinse ja auch mit Sehstärke. 😀

In Zukunft werden wir immer mehr zum Cyborg, da bin ich mir sicher. Und vielleicht ist in 5 Jahren ein geschlossenes System, eine künstliche Bauchspeicheldrüse, gar nicht mehr weg zu denken von den aktuellen Therapie-Formen. Ich würde es mir wünschen, aber bis dahin sollte das Diabetes-Management so einfach und angenehm wie möglich laufen. 😉

Was wünscht ihr euch für euch und für die Zukunft? Schreibt es mir!

♥ Mel