Lauftraining #3 – #laufmellauf

Es ist wieder soweit, es gibt ein neues Lauf-Update von mir. 🙂 Und was für eins! Mein Training war ordentlich durchwachsen die letzen Tage.

Lauftraining #3 - #laufmellauf

Ja, so sehe ich nach dem perfekten Training am Mittwoch aus, glücklich, aber erschöpft! 😉

Da mir die eine Einsteiger-Gruppe unseres Lauftreffs etwas zu langsam war (und ich auch eine längere Strecke laufen wollte), hatte ich mich am Montag den Wiedereinsteigern angeschlossen. Da ich letztes Jahr den Einsteigerkurs mitgemacht hatte, ist das eigentlich genau meine Gruppe. Doch die anderen sind echt schnell und das Tempo war schon zu Beginn recht hoch. Nach fast 3 km war ich schon sehr ausgepowert und da hatten wir den Anstieg noch nicht erreicht. Endlich oben angekommen (mit ordentlich vielen Gehpausen für mich versteht sich), war ich dann total außer Puste. Das Atmen fiel schwer, aber den anstrengendsten Teil hatten wir geschafft. Der Rest der Strecke ließ sich recht gut laufen, vor allem mit den vielen kleinen Tips, die ich von den anderen Läufern bekommen hatte.

Nach Absprache hatte ich mich gestern der mittleren Einsteiger-Gruppe angeschlossen. Natürlich war das Training auch anstrengend, aber bei weitem nicht so wie am Montag. Das Tempo war super zum mitkommen und bis auf 5-6 kleinere Gehpausen (vor allem an den Anstiegen) bin ich auch problemlos durchgelaufen. Ich glaube in dieser Gruppe bleibe ich! Das Tempo passt und Wadenprobleme gab es wunderbarerweise auch nicht bzw. nur ganz ganz wenig. 😉

Meine vergangene Laufwoche in Zahlen

Lauftraining #3 - #laufmellauf

Das war die Route vom Donnerstag letzter Woche

Donnerstag, 07.05.15 – 4,8 km – 49:46 Minuten – Vor dem Lauf 176 mg/dl, zwischendrin 131mg/dl + 2BE, nach dem Lauf 109 mg/dl – linke Wade schmerzt (warum eigentlich immer nur die linke?) – Basalrate 1h vor Lauf auf 50% für 1,5h

Lauftraining #3 - #laufmellauf

Und hier die Laufroute vom Montag! Ab Kilomenter 2,5 bis kurz nach Kilometer 4 war es die Hölle!

Montag, 11.05.15 – 6,99 km – 62 Minuten – Hatte wieder meine Probleme mit dem Anstieg. Startwert um die 300 mg/dl, zwischendurch sinkende Werte, aber stabil (kein Unterzucker). Endwert 120 mg/dl. Erschöpft und außer Puste. War auch irgendwie viel zu warm zum Laufen.

Lauftraining #3 - #laufmellauf

Die Route vom Mittwoch und obwohl wir den Gummiberg ab Kilometer 2,5 genommen hatten lief es echt gut.

Mittwoch, 13.05.15 – 6,34 km – 61:24 Minuten – Start 250 mg/dl, zwischendrin Werte um die 190 mg/dl und 160 mg/dl, Ende 125 mg/dl – bis auf 5-6 Gehpausen durchgelaufen, kaum Probleme mit den Waden. Ich glaub ich hab mein Tempo gefunden. 😉

Was war euer bisher schlimmstes Sport-Erlebnis? Was war euer bestes? Ich bin gespannt! 😉

Keep on running! 🙂
♥ Mel

Lauftraining #1 – #laufmellauf

Wie versprochen wollte ich auch ja einmal die Woche auf dem Laufenden halten, was mein Lauftraining betrifft. Eigentlich wollte ich euch schon am Sonntag schreiben, aber der war so vollgepackt, dass ich es einfach nicht geschafft habe. Und gestern habe ich es schlichtweg verpeilt. Aber viel ist leider nicht passiert.

Im letzten Post hatte ich euch ja geschrieben, dass ich etwas Intervall-Training machen wollte am Montag (letzter Woche). Tja, daraus wurde nichts, denn eine Freundin hatte mich überredet eine kleine Runde durch den Wald zu laufen. War schon sehr anstrengend für mich die ersten zwei Kilometer. Ich komme irgendwie mit Anstiegen noch nicht so zurecht. 😦 Nach dem „Warmlaufen“ ging es dann aber echt gut, obwohl die linke Wade immer noch irgendwie schmerzt. Kleiner Trost: Die Werte waren stabil. 😉

Das war’s dann leider auch schon mit meinem Training für die vergangene Woche. Ich hab mich nämlich mal so richtig schön erkältet. Was letztendlich der Auslöser dazu war, kann ich nicht sagen. Es war vermutlich eine Mischung aus zwei Tagen hintereinander Laufen (einen davon in der sonntag-morgendlichen Frische) und den kränkelden Kollegen. Die einzige, die dann noch lief, war meine Nase! -.-

Kleine Waldrunde

Meine vergangene Laufwoche in Zahlen

Montag, 19.04.15 – 5,69 km – 53:05 Minuten – Steigung macht mir zu schaffen, linke Wade schmerzt. Werte um die 200 mg/dl, im Ziel dann 135 mg/dl – FreeStyle Libre

Donnerstag will ich mich wider ans Laufen machen, aber diesmal gemütlich mit den Einsteigern. Ich muss es ja nicht gleich wieder übertreiben! 😉

Ich hoffe euch geht’s gut und ihr bleibt schön motiviert!
♥ Mel

#DBW Special Edition zum #WDT2014

dbwHabt ihr euch eigentlich mal Gedanken gemacht, wem wir das Leben, das wir heute als insulinpflichtiger Diabetiker führen können, zu verdanken haben? Nein, noch nicht? Dann lest mal aufmerksam weiter! 😉

Unser Lebensretter sozusagen ist Frederick Banting! Hätte er 1921 nicht mit seinen Forschungen an der Bauchspeicheldrüse begonnen, um das Hormon, dass den Zuckerstoffwechsel reguliert, zu entdecken, hätte 1922 nicht der erste Diabetiker mit Insulin behandelt werden können. Vor dieser Entdeckung war jede Behandlung eines Typ1 Diabetes leider nicht von Erfolg gekrönt. Was würdet ihr im sagen wollen? Welche Fragen hättet ihr an ihn? 🙂 Hier sind meine Zeilen:

Sehr geehrter Herr Banting,

ich bin Ihnen unendlich dankbar für Ihre Forschungen. Ohne Ihren Einsatz und Ihre Entdeckung wäre die Behandlung von insulinpflichtigen Diabetikern, wie ich es einer bin, heute sicherlich nicht auf dem Stand, wie sie aktuell ist. Wissen Sie eigentlich, wie vielen Menschen Sie mit Insulin bis heute haben helfen können?! In Deutschland gibt es aktuell rund 400.000 Diabetiker.

Sir Frederick Banting - Quelle: Historica Canada

Sir Frederick Banting – Quelle: Historica Canada

Doch was hat Sie dazu bewegt, sich mit dem Thema Diabetes zu beschäftigen? Gab es einen Fall in der Familie oder unter Ihren Freunden? Wie auch immer es war, ich selbst habe seit 10 Jahren Diabetes und wäre ohne Insulin heute nicht mehr am Leben. Ein eigenartiges Gefühl, dass jetzt so niederzuschreiben. Aber es stimmt ja.

Wie war es für Sie als sie gesehen haben, wie das Insulin wirkt? Zuerst, 1921, während Ihrer Versuchsreihe mit den Hunden, später dann, 1922, an einem menschlichen Patienten? Sie hatten dazu ja das Insulin aus Rindern- und Schweine-Bauchspeicheldrüsen extrahiert und genutzt. Heute können wir das Insulin synthetisch herstellen. In den letzten Jahren hat sich so viel getan, es hätte Sie sicher gefreut zu sehen, wie es mit Ihrer Entdeckung weiter gegangen ist.

Bevor ich es vergesse: Ich wünsche Ihnen noch alles Liebe zu Ihrem 123ten Geburtstag. 🙂

Liebste Grüße,
♥ Mel

1923 erhielt Banting den Nobelpreis in Medizin und ist damit bis heute der jüngste Medizinnobelpreisträger. Außerdem war er der erste Kanadier überhaupt, der einen Nobelpreis erhielt.

Welt-Diabetes-Tag und Movember!

Der November ist voll von verschiedenen Events und Aktionen. Er ist blau. Er trägt Schnurrbart. 😉 Die Rede ist zum einen vom Welt-Diabetes-Tag und zum anderen vom Movember.

dbwNicht mal mehr sieben Tage und wir haben schon Welt-Diabetes-Tag. Jedes Jahr am 14.11. steht unser Diabetes mit unserem Diabetes-Monster im Mittelpunkt. Aber warum genau dieser Tag?

Grund dafür ist Sir Frederick Banting. Er hat zusammen mit Charles Best das Insulin beim Menschen entdeckt und somit den Diabetes behandelbar gemacht. Der 14.11. ist sein Geburtstag. Zu diesem besonderen Tag gibt es auch eine Special-Edition der Diabetes-Blog-Woche. Thema: „Schreibe Frederick Banting einen Brief!“ – mehr Infos dazu gibt es hier.

silvester-mel-1Eine Aktion, die sich für die Gesundheit von Männern einsetzt, ist der Movember. Dies betrifft nicht nur männliche Diabetiker, sondern alle Männer. Um auf die Gesundheit von Männern mehr aufmerksam zu machen, lassen sich im November viele Männer als MoBro einen Schnurrbart wachsen.

Als Frau (MoSista) kann man aber auch unterstützen und Spenden sammeln. Mit einer kleinen Spende auf meinem Mo-Space kannst du auch dazu beitragen. 🙂 Mehr Infos zu den Projekten, die Movember finanziert, findest du hier.

Also Männer: Lasst euch einen Schnurrbart wachsen! 😉

♥ Mel

Flashback: Der Tag an dem das Diabetes Monster kam und blieb!


dbw
Die Diagnose Diabetes bekam ich vor etwas mehr als 10 Jahren. Ich war 17 zu dem Zeitpunkt und weiß noch ziemlich genau, wie es war. Meine Mama hat mich letztendlich zum Arzt geschleppt. Also sitze ich, nachdem ich aufgerufen wurde, bei meiner Hausärztin im Zimmer und berichte ihr von meinen Symptomen. Meine Symptome hatte ich hier zu meinem Diaversary kurz beschrieben und genauso kurz hatte ich sie meiner Ärztin genannt. Für euch möchte ich aber etwas näher drauf eingehen.

Angefangen hat alles ein paar Wochen vorher mit einer Erkältung oder Grippe – naja, zumindest war ich krank. Das hatte dann, wie ich erst nach der Diagnose erfahren habe, alles ins Rollen gebracht. Ich fing an nach und nach mehr zu trinken, was für mich erst mal nicht schlimm war. Ich trinke generell nicht viel über den Tag verteilt, das war damals schon so und ist es leider heute auch noch. Ich war froh, dass ich durch das vermehrte zur Wasserflasche greifen endlich mal auf meine zwei Liter kam. Doch bei zwei Litern blieb es nicht.

Die Liter, die in mich hineinflossen, wurden immer mehr und der Drang, diese Mengen an Flüssigkeit wieder los zu werden, weckten mich zum Teil bis zu drei Mal die Nacht. Ich war müde. Konnte ja nachts nicht wirklich schlafen durch das ganze Gerenne zum Bad. In der Schule fiel es mir schwerer aufzupassen, zum Teil auch, weil ich das, was an der Tafel stand, nicht mehr richtig erkennen konnte. Das ging dann so weit, dass ich von meiner Klassenkameradin abschreiben musste.

Ich war so unendlich müde, die ganze Zeit, und es wurde nicht besser. Hinzu kam dann noch der Gewichtsverlust. Ganze 6kg in vielleicht einem Monat! Meine Mum dachte schon, dass ich vielleicht eine Essstörung habe. Das war auch mit ein Grund, warum sie mich dann zu unserem Hausarzt gebracht hat.

So sitze ich da bei meiner Ärztin, habe ihr alle meine Symptome aufgezählt und sie sagt nur: „Da messen wir mal den Blutzucker!“. Gesagt, getan. Sie holt ein Messgerät, legt einen Teststreifen ein und piekt mir mit einem scharfen etwas (nein, es war leider keine Stechhilfe) in den Finger. Der Teststreifen saugt das Blut ein, wir warten alle gespannt ein paar Sekunden, dann zeigt das Gerät den Blutzuckerwert an. Irgendwas um die 250 mg/dL. Gewissheit. Sie spricht es aus und ich fang an zu weinen, ganz schrecklich und viel. Ich konnte in dem Moment nicht verstehen, was es für mich und meine Zukunft bedeutet. Was auf mich zukommen wird.

Die nächsten Wochen waren dann die reinste Informationsflut. Ihr Kollege hat die DKD in Wiesbaden vorgeschlagen, wo wir dann auch den Tag nach der Diagnose hin sind. Schule war erst mal egal. Es war egal, dass ich eigentlich an dem Tag eine Englisch Arbeit hätte schreiben sollen. Wichtig war nur, dass ich eingestellt werde und das wurde ich in Wiesbaden auch. Und als Sahnehäubchen gab es direkt eine Schulung obendrauf. Wie gesagt, die reinste Informationsflut. Aber es wurde leichter mit allem umzugehen. 🙂 Zum Glück!

Die Schulung lag direkt in den Osterferien und damit auch keine Woche nach der Diagnose im April 2004. So musste ich nichts von der Schule verpassen, bis auf besagte Englisch-Arbeit, die ich aber nachschreiben konnte. Nach den Osterferien lief dann einstellungstechnisch alles super. Jedoch merkte ich auch recht schnell, wer wirklich meine Freunde sind und auf wen ich vertrauen konnte.

Wie erging es euch bei eurer Diagnose? Lasst es mich wissen! 🙂

♥ Mel